Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

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Anne W.
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Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Hallo zusammen,

da wir uns  noch in der "Theoriephase" befinden und daher sehr viel über Welpenpflege -Fütterung und Errziehung lesen, stellt sich mir die Frage, ob bei euren Hunden eigentlich inzwischen alles nach Erziehungs und Enährungsvorschriftenverläuft.

Was ich meine:
früher hat man sich die Frage gestellt, Hund ja oder nein. Wenn ja, dann groß oder klein. Wenn groß dann diese oder jene Rasse oder ein "echter" van de straat. Irgendwie hat man den kleinen Kerl schon groß gekriegt. 
Man musste sich über Krankheiten wie HD/ ED Haut- und Augenkrankheiten keine Gedanken machen. Wir kannten keine Welpenschule, haben irgendwelches Futter gekauft.  Agility und Activity kannte man nicht, wir haben Stöckchen geworfen und hatten einen alten Lederfußball. Unser erster Hund war ein ausgebildeter Schäferhund - ein Riesenkerl - Ich glaube der ist 18 Jahre alt geworden. Seine Lieblingsaufgabe war es, uns das Brennholz für den Winter ins Haus zu schleppen *lach*  Der  bekam grundsätzlich Mittags Kartoffeln, Gemüse und Soße. Fleisch nicht, das bekam mein Vater. Meine Mutter hat ihm aber auch Pansen und anderes Stinkzeug gekocht.  Dem Hund - nicht dem Vater...

Bei dem, was ich in den letzten Tagen an Input bekommen habe, habe ich das Gefühl, dass sich alles rund um Hund  inzwischen ganz grundlegend geändert hat.

Entscheidet ihr auch schon mal aus dem Bauch oder geht ihr strikt nach Lehrplan vor?

Gast
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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Hallo,

früher gings auch, klar ... aber heute geht's eben besser - für alle beteiligten Wink

einen richtigen "lehrplan" haben wir uns und unseren hunden nicht aufgebürdet. wir haben zwar einen groben plan, was alles so gelernt und z.B. gefüttert werden soll, aber das meiste geschieht aus dem bauch heraus - als konsequenz aus dem, was man selbst so gelernt/aufgeschnappt hat in den letzten fast 2 jahren. 
das training ist je nach tagesform von mensch und hund(en) mal intensiver, mal weniger intensiv... immer möglichst so, dass erfolgreich gelernt wird.

bei der rohfütterung halten wir uns an die vorgaben, aber keinesfalls sklavisch... wenn eine mahlzeit mal größer ausfällt, ist die nächste eben kleiner aber es sollte halt alles drin sein, was eben an nährstoffen gebraucht wird...

Gast
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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Früher gabs ja auch noch kein Internet oder einen Hundeprofi im TV Wink
Wenn ich da nur an meinen ersten Hund denke ,ein Cockerspaniel, gekauft im Zoohandel ,brrrrrrrr da schüttelt es einen heute noch .
Als Zugabe gabs obendrauf ein Buch " DER COCKERSPANIEL", das war dann alles was man als Input hatte .
Klar ist der auch erwachsen geworden und sicherlich auch mehr oder minder gut erzogen .Vieles hätte aber sicher einfacher sein können wenn man damals gewusst hätte ,wie ein Hund überhaupt tickt .
Beschwichtigungssignale , Hundeschule oder Trainer das kannte doch keiner .
Oder wenn ich nur an die Ernährung denke ,meine Schwiegermutter wollte ihm was Gutes tun und so bekam er mehrmals dieWoche gekochte Schweineherzen, (die würde heute kein gut informierter Hundehalter mehr füttern )
Er fuhr mit  in die Weinlese und fraß dort massenhaft Trauben ( das die giftig sind ,wusste man damals auch noch nicht .GRUEBEL
Er ist mit 11 Jahren an Nierenversagen gestorben ,eigentlich viel zu früh für diese Rasse .
Hätte man manche Dingedamals bereits gewusst ,wäre er sicherlich älter geworden .
Nach ihm hatten wir noch 3 Hunde bei denen auch noch nicht alles so optimal lief wie wir es heute bei Mira versuchen.
Ich bin ehrlich gesagt froh ,dass man über die Medien mittlerweile so viel über Hunde erfahren kann.
Man kann so viel verkehrt machen;
Jede Hunderasse stellt ganz andere Ansprüche an den Halter ,wenn ich da nur an den Boarder Collie denke ,wer sich so einen Hund nur wegen des Aussehens anschafft wird bald feststellen welchen anspruchsvollen Hund er sich da ins Haus geholt hat  und schnell mit dem Hund überfordert sein .
Beim Futter scheiden sich sicherlich auch die Geister ,klar kann es ein ganz einfaches Futter sein aber ob es inhaltlich so wertvoll ist und wirklich gesund für den Hund stellt sich dann sehr oft auch erst im Alter raus .
Futtermittelallergien ;heute kann man dem Hund dann helfen ,früher hiess es lapidar ,der ist überzüchtet .
Nunn zu deiner eigentlichen Frage :
Nach Lehrplan mache ich gar nichts ,aber ich erkundige mich was gut oder schlecht für meinen Hund ist .
Wie ich sie vernünftig erziehen kann ohne aber zu streng zu sein .
Aus dem Wissen was ich dann habe ,entscheide ich letztendlich aus dem Bauch heraus was dann gut für mein Mädchen ist und ich will mich dabei auch wohlfühlen .
LG
Maggie

Shiva
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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

"Aus dem Wissen was ich dann habe ,entscheide ich letztendlich aus dem Bauch heraus was dann gut für mein Mädchen ist und ich will mich dabei auch wohlfühlen ."

Super gesagt Maggie Smile Nicht nur dieser Satz, sondern der ganze Post..aber das is besonders hängen geblieben AY

Liebe Grüße

Sandra & Shiva

Shiva hat jetzt eine Homepage ^^ :

Apollon
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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Maggie hat es wirklich auf den Punkt getroffen.
Strikt nach Lehrplan oder wie es im Buch steht funktioniert nicht wirklich. Zumindest nicht bei mir. Bevor mein kleiner bei mir Einzog hab ich viel in Büchern gelesen und mir Notizen gemacht was ich wie machen muss. Hab nach dem Einzug schnell gemerkt das einfach so nach Schema F nichts funktioniert.

Jeder Hund ist verschieden und lernt auf andere Art und Weise, genau wie jeder Mensch auch. Und diese beiden müssen irgendwie zusammenfinden.
Wenn ich mit Apollo trainiere sehe ich das weniger so, daß ich ihm was beibringe sondern vielmehr das wir gemeinsam was lernen. ( Auch wenn er am schluss dann Sitz machtAG )

Ich will  auf diesem Weg auch mal dem Labbi Forum danken! Durch die vielen verschiedenen Meinungen und vorallem Erfahrungen der langjährigen Hundebesitzer und den   Ersthundbesitzern kann man sich ein gutes Bauchgefühl aneignen. Auch für das aufmerksammachen von Kleinigkeiten, wie zum Beispiel , das eine Wurmkur nicht unbedingt von nöten ist, ist eine tolle Sache.( Natürlich nach negativer Kotuntersuchung, haben unser letzte Woche gemacht.)

Gruss Jan und Apollo

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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Den ersten Hund hatte ich vor über 30 Jahren.
Davor war ich in der Bücherei Dauergast und habe mir viel über Hunde, Ernährung, Erziehung angelesen. Das war leider nur alles Theorie, denn im Endeffekt entscheidet man aus der Situation und aus dem Bauch heraus.
Die nachfolgenden Hunde haben dann schon eine Hundeschule kennen gelernt. Wobei ich immer darauf geachtet hatte, dass es da nicht wie auf einem Kasernenhof zuging.
Zu fressen bekamen die Hunde damals was von der Futtermittelindustrie angeboten wurde, was ich heute nicht mehr mache  038

Anne W.
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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Ich stimme ebenfalls Maggi zu, ein guter Mix aus beidem ist bestimmt das Richtige. Was die Ernährung  euer lieben Vierbeiner angbelangt, gibt es ja hier im Forum durchaus kontroverse Ansichten. Hier werde ich sicher noch mal die Eine oder Andere Frage haben.

LIebe Grüße

Anne

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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Huhu Anne,

ich gebe Dir absolut Recht, dass man sich früher ganz sicher weniger Gedanken gemacht hat, als heute. Das soll jetzt nicht heissen,
dass es früher schlechter war, denn die Hunde meiner Eltern sind uralt geworden, waren super erzogen und hatten ein wunderbares
Leben.
Die Medien, egal welche, bringen mich schon dazu, einige DInge neu zu überdenken ( Futter,Krankheiten,Erziehung), aber lediglich
als Anregung, was ich daraus mache, ist mein Ding.
Für meinen Connor ( erster EIGENER Hund) war es mir wichtig, eine Hundeschule zu besuchen, um die Grundkommandos zu 
erlernen. Futter und Co. habe ich nach eigenem Ermessen bestimmt. Leider hat sich mein COnnor zu einem hochallegenen
Hund entwickelt, sodass ich das Thema Ernährung dann auch intensiv überdenken musste. 
Mein zweiter Hund, Caipi, ist ehrlich gesagt ein " Mittläufer", sie schaut sich fast alles bei Connor ab und ich empfinde das als 
sehr angenehm. Ich bin bei weitem nicht mehr so "aufgeregt", wie beim Ersthund, viel entspannter! Es ist so echt einfachAY

Ich denke auch, dass viele Hunde durch diese massive Überzüchtung mittlerweile "krank" sind, was zur Folge hat, dass man als
Hundebesitzer ständig zum TA rennt.....sehr kostenintensiv und nervig, aber leider bei uns an der Tagesordnung! Meine Eltern
haben damals den TA zum Impfen gesehen......WHYNOT

Im Großen und Ganzen sollte man immernoch ganz viel nach dem Bauchgefühl machen, dabei fühlt sich der Hund als auch sein
Herrchen/Frauchen am wohlsten......AY

LG RICI

arisdaddy
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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Klar war früher vieles anders, oft auch einfacher.

Ich bin immer ohne Helm und Schutzkleidung mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, trotzdem 'zwinge' ich es unserem Sohn heute auf.
Und letztendlich nicht ohne Grund:
Im Herbst ist er mit dem Fahrrad böse gestürzt - aber dank der neuzeitlichen Schutzkleidung ist nicht viel mehr passiert als ein paar Abschürfungen und bittere Tränen Smile

Aber in Watte gepackt wird er nicht - wir leben auf dem Lande und ich möchte nicht alles wissen, was er mit seinen Freunden anstellt AG

Ich denke das kann man teilweise auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen, inkl. Hundeaufzucht:

Neue Erkenntnisse einfließen lassen, aber wissen wo Schluss ist - so, das waren meine bescheidenen 'fifty cent' AG

Viele liebe Grüße

Sascha + Familie + Aris + 2 Katzen + 2 Kaninchen Smile

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stebo
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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Ja, früher war vieles einfacher - aber einfach ist eben nicht gleichbedeutend mit besser. Vieles, das ich heute weiß, lässt mir die Schamröte ins Gesicht steigen, wenn ich bedenke, wie manch ein Hund behandelt wurde...und keiner sich etwas dabei gedacht hat. Gut, dass man sich so viel mit dem Verhalten von Hunden beschäftigt hat, denn so kann man vieles besser und leichter verstehen und vor allen Dingen gleiche Ergebnisse mit weniger rauen Methoden erzielen! Ich bin sehr froh, dass es im Bereich Erziehung neue Erkenntnisse gibt, die die Erziehung gewaltfreier machen.

Dennoch habe ich auch oft das Gefühl, wir Menschen neigen zum Übertreiben - nichts gegen körperliche und geistige Auslastung des Hundes, aber heute ist es doch schon oft so weit, dass man ein schlechtes Gewissen hat, wenn es mal an einem Tag nicht so klappt und nur kleine Pipirunden drin sind?!? Ich empfinde bei vielen Menschen viel (Leistungs-)Druck, den ich für übersteigert halte. Einen ähnlichen Effekt beobachte ich auch bei der Gestaltung der Kinderfreizeit...freie Zeit hat das "geförderte" Kind von heute nämlich kaum noch.

Ich bin den neuen Erkenntnissen und den vielen Angeboten, die es heute im Hundebereich gibt, trotzdem sehr dankbar! So kann ich mir doch viele Wege anschauen oder -hören und kann dann, ganz auf mein Bauchgefühl vertrauend - den für uns Richtigen raussuchen.

LG von Steffi und Henry

PitaPata Dog tickers

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Antwort: Entscheidet Ihr eher aus dem Bauch heraus oder macht ihr alles nach Lehrplan ?

Zitat Stebo

Dennoch habe ich auch oft das Gefühl, wir Menschen neigen zum Übertreiben - nichts gegen körperliche und geistige Auslastung des Hundes, aber heute ist es doch schon oft so weit, dass man ein schlechtes Gewissen hat, wenn es mal an einem Tag nicht so klappt und nur kleine Pipirunden drin sind?!? Ich empfinde bei vielen Menschen viel (Leistungs-)Druck, den ich für übersteigert halte. Einen ähnlichen Effekt beobachte ich auch bei der Gestaltung der Kinderfreizeit...freie Zeit hat das "geförderte" Kind von heute nämlich kaum noch.
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Das stimmt allerdings
Lg
Maggie

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