
Hallo,
Das war heute ein ganz bescheidener Nachmittag,bin richtig fertig und kann mir Tyson's Verhalten nicht erklären.
Also er ist jetzt 18 Monate alt und eigentlich dachte ich,ist alles prima.Er hört ganz gut,unsere einzige Baustelle ist die Leinenführigkeit.
Nun,heute nachmittag war meine 4 Jährige Tochter bei ihrer Freundin eingeladen und Tyson durfte auch mitkommen.
Erst war alles prima,wir waren in dem riesigen Garten,haben gespielt,alle hatten Spaß.
Dann waren wir im Wohnzimmer,die Kids die meiste Zeit im kinderzimmer.Tyson wuselte die ganze Zeit rum,war am schnüffeln usw.
Die Mama der Freundin und ich saßen auf der Couch.Irgendwann fand ich dass Tyson sich mal hinlegen sollte um etwas runterzukommen.
Ich muss dazu sagen dass er es nicht kennt,in andere Wohnungen mitzukommen,hatte sich einfach noch nicht ergeben.Und wir waren nun schon fast drei Stunden da.Ich rief ihn zu mir und er ignorierte mein "hierhin".Da hab ich ihn geholt und neben mir an der Couch Kommando"Platz" gegeben.
Wollte er partout nicht.Er zog den Schwanz ein,hatte richtig Angst und wollte am liebsten bei der Frau auf den Schoß.Er hat Schutz bei ihr gesucht obwohl er sie kaum kennt.!Wenn sie es nicht besser wüsste hätte sie wohl denken müssen ich gehe ganz schlimm mit ihm um.
Sie hatte 8 jahre eine Berner Sennen Hündin,und sie war ganz erschrocken von Tysons Verhalten.Sie meinte er wäre ja extrem ängstlich,das wär ja nicht normal...
Ja ich bin auch echt traurig,ich dachte immer er vertraut mir und unsere Beziehung ist gut...Ich denke er war überfordert weil wir so lange da waren.Er ist auch richtig rausgestürtzt als wir losgingen,und dann war wieder alles ok.Aber warum bloß hatte er Angst vor mir?
Vielleicht hat jemand schonmal sowas erlebt und kann mich beruhigen oder mir Tips geben?
Liebe Grüße,Julia
Er hat Angst vor mir!
3 Februar, 2012 - 21:17
#1
Er hat Angst vor mir!
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Ach Julia, mach Dir da mal keine Sorgen! Es war die Situation, die Dein Hund überfordert hat, er hat mit Sicherheit kein "Angst" vor DIR! Er wusste einfach in der fremden Umgebung nicht, wo denn "sein" Platz war. Es war alles fremd und wenn böse Stimmen jetzt behaupten, dass ein Hund auch im Restaurant fremd sei und artig unter dem Tisch liegt, sei eines erklärt: 1. Sitzt man dort nicht 3 Stunden ( ich jedenfalls nicht ), 2. haben die Hunde von Anfang an dort einen eingeschränkten Raduis und laufen vorher nicht herum. Auch solche Besuche müssen geübt werden und ich erinnere mich an die Zeiten mit meinen Junghunden, die mir auch nach einer gewissen Zeit zu verstehen gaben: Jetzt reichts aber, lass uns in die heimischen Räume zurück kehren, damit ich endlich entspannen kann. Versetze Dich in die Lage Deines Hundes: Er ist unruhig, will eigentlich weg und dann wird er noch gemaßregelt und das verunsichert ihn zusätzlich. Solche Besuche sollten die nächste Zeit öfter stattfinden, dann nur kürzer und vielleicht steht dann in der fremden Wohnung noch eine Futterschüssel für ihn bereit, das wäre super!
Kopf hoch!
Liebe Grüße
Vielleicht war er auch mit der Situation überfordert. Wenn Du schreibst, dass es das erste Mal war, dass Du ihn so mal mitgenommen hast zu jemandem. Und dann die Kinder usw.....hat ihn vielleicht überfordert und dann hast Du vielleicht auch etwas nervös oder/und lauter als sonst gerufen oder leicht gereizt....das kann dann in solchen Situationen schon zu so einer Reaktion führen. Mach Dir da keinen Kopf. Ich habe hier auch so ein riesen Sensibelchen liegen, der duckt sich manchmal schon, wenn ich nur böse gucke.....und dem würde ich nie im Leben ein Haar krümmen oder ihn grob anfassen. Es gibt so extrem sensible Hunde. Mein Großer geht sogar "in Deckung", wenn ich mal mit dem Kleinen schimpfe....da beschwichtigt er dann gleich oder geht sogar"dazwischen" .
Mach Dir da keine Sorgen.
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Puuh,danke euch,das erleichtert mich schon sehr.
Ihr könnt euch ja vorstellen dass das ein sehr blödes Gefühl ist wenn der eigene Hund Angst vor einem bekommt und bei einem fast fremden Schutz sucht.
Und ich hab ihm noch nie was getan!
Und die Frau fand das ja auch sehr bedenklich,da war ich echt fertig.Ich versuche es abzuhaken.Und ja,wir werden das jetzt öfter üben.
Kenne das auch ganz gut
Bei Diego hilft es, wenn ich sein Kissen oder seine Decke mitnehme! Dann hat er etwas, dass er kennt und er ist direkt viel ruhiger


Ich würde es auf jeden Fall weiter mit ihm üben. Mal kurze Besuche hier, mal kurze Besuche da
Dann vielleicht mal nur für einen Kaffee usw
Kopf hoch, das wird schon!
Liebe Grüße von Sarah und Diego
Wir nehmen Billa auch immer eine Decke mit.
Dann hat sie einen Platz auf den sie sich zurück ziehen kann und ich hab nen Platz auf den ich sie schicken kann, wenn sie nervt!
Liebe Grüße aus Köln von Kathrin mit Billa
und Pflegehund Theo 
Ich denke auch, das er einfach überfordert war. Fremde Umgebung und die Unruhe haben ihn völlig aus der Fassung gebracht
Mit einer Decke, ist eine gute Idee, dann klappt das auch mit den Nachbarn
Ok,ich danke euch.Bin erstmal beruhigt.Aber ich muss sagen Tyson ist schon öfter mit eingeklemmten Schwanz vor mir weggelaufen.
Er hat z.B. im Moment eine kleine Wunde am Hinterlauf.Wenn ich die eincremen will,das passt ihm gar nicht.
Oder damals nach der OP musste ich Spray draufmachen,da hatte er auch Angst vor mir.
Meint ihr nicht dass das auf mangelndes Vertrauen/schlechte Bindung hinweist?
Das ist dann aber keine Angst vor Dir, sondern vor der Salbe oder dem Spray.
Ich hatte vor Cooper auch so einen Schisser, wenn ich nur eine Handcreme in der Hand hatte, ging er mit Rute unterm Bauch stiften. Er könnte ja gesalbt werden!
Er hat z.B. im Moment eine kleine Wunde am Hinterlauf.Wenn ich die eincremen will,das passt ihm gar nicht.
Oder damals nach der OP musste ich Spray draufmachen,da hatte er auch Angst vor mir.
Meint ihr nicht dass das auf mangelndes Vertrauen/schlechte Bindung hinweist?
Es könnte wohl sein, dass dein Hund "Behandlungen" eben immer mit "Verletzungen" assoziiert. War bei uns früher auch so. Seit ich Ollie alle zwei Tage durchchecke (Gesäuge, Ohren, Lymphknoten etc) geht das alles bei uns beiden viel besser, wenn sie es auch nicht gern macht.
Die Ansage "Kontrolle" führt schon dazu, dass sie sich gottergeben auf den Rücken legt damit ich ihr Gesäuge kontrollieren kann. Nach kompletter Kontrolle gibt es immer ein großes Hurra und vor allem ein, zwei leckere Lachskekse.
Dass es bei euch beiden ein Bindungsproblem ist, glaube ich nach deinen Schilderungen nicht! Dies würde sich auch in vielen anderen Situationen sicher bemerkbar machen. Keep cool!
Wo Wissen aufhört, da fängt Gewalt an. Gerade in der Hundeerziehung.
www.ollies.npage.de
Ok,ich glaub euch.Danke,da fällt mir doch ein Stein vom Herz.