Paula in der Rettungshundestaffel - unser Trainingstagebuch

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chocolate Paula
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Beigetreten: 17.02.2013 - 19:04
Gemeinsame Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams

Das erwartet uns zum Eignungstest:

Der Eignungstest kann sowohl mit Junghunden als auch mit erwachsenen Hunden je Organisationsverfügungen durchgeführt werden;
es muss auf eine altersgerechte Durchführung geachtet werden. Die Reaktionen des Hundes werden für die einzelnen Testteile bewertet. Der
Eignungstest ist bestanden, wenn in keinem Testelement ein Ausschluss durch Bewertungskennziffer 5 erfolgt ist. Der bestandene Eignungstest ist Voraussetzung für den Ausbildungsgang zum Rettungshund. Die Ausbildung von Hund und Hundeführer liegt im Ermessen derjeweiligen Organisation. Aus dem Bestehen des Eignungstests entsteht kein Anspruch auf Ausbildung!

B 1 Durchführung

Der Test soll Aufschluss darüber geben, ob der Hund für die Ausbildung zum Rettungshund geeignet ist. Bei der Testdurchführung sollten folgende Punkte
beachtet werden:

An einem Testtag dürfen von einem Bewerter nicht mehr als acht Hunde getestet werden.

Während der Durchführung des Testes sollte der Hundeführer den Hund nicht beeinflussen. Bei ihrer späteren Sucharbeit sind die Hunde häufig weit von
ihrem Hundeführer entfernt, so dass dieser nicht mehr einwirken kann. Von den Hunden muss daher ein selbstsicheres und selbstständiges Handeln
verlangt werden.

Ein zuverlässig entwickeltes Sozialverhalten sowohl innerartlich als auch gegenüber dem Menschen ist erforderlich. Der Hund wird beim Test mit zum
Teil unbekannten Situationen konfrontiert; zeigt er dabei Unsicherheiten, darf der Hundeführer auf Anweisung des Bewerters den Hund unterstützen und
aufmuntern.

Einzelne Testelemente können auf Anordnung des Bewerters wiederholt werden.

Steigert sich während des Tests das ängstliche oder aggressive Verhalten eines Hundes auffällig, so ist der Test abzubrechen. Bei dem zu testenden
Hund soll kein bleibendes Trauma oder ein unerwünschter Lerneffekt riskiert werden. In diesem Fall ist eine Wiederholung des Eignungstestes nicht
zulässig.

Die am Test beteiligten Personen dürfen durch den Hund nicht gefährdet werden! Tritt dieser Fall ein, ist eine Wiederholung des Eignungstestes nicht
zulässig.

Hunde durchlaufen während des Heranwachsens zwei sensible Phasen: Die erste Phase im Alter von der 3. bis zur 12. Woche; die zweite Phase, welche
auch „Pubertätsphase” genannt wird, im Alter etwa von 7 bis 11 Monaten. Diese Lebensphasen sind besonders kritisch für Lerneindrücke und jegliche
Stimulationen. Auftreten, Dauer und Ausprägung sind abhängig von der Rassezugehörigkeit und individuell bedingten Faktoren des Hundes.
Während der so genannten „Pubertätsphase” kann sich das Verhalten des Hundes verändern; er kann dann wieder welpenhaft, aufsässig, schreckhaft
oder auffällig desinteressiert reagieren. Im Gespräch mit dem Hundeführer ist vor dem Test zuklären, ob bei Hunden in diesem kritischen Alter der Eignungstest ggf. zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden soll.

B 2 Testelemente und Bewertung

B 2.1 Verhalten gegenüber einer Fremdpersonengruppe

Hierbei soll festgestellt werden, ob sich der Hund gegenüber Fremdpersonen unbefangen verhält. Der zu testende Hund wird nacheinander mit folgenden Situationen konfrontiert:

1.a Fünf Fremdpersonen stellen sich in einem Kreis mit einem Durchmesser von ca. 20 m auf. Hundeführer und Testhund stehen in der Kreismitte, der Hund ist nicht angeleint, der Hundeführer beeinflusst den Hund weder durch seine Stimme noch durch Körpersprache. Er beachtet den Hund nicht.
Die Fremdpersonen rufen und locken den Hund nachein ander in einer vorher
festgelegten Reihenfolge zu sich. Diese Reihenfolge
ist so festzulegen, dass der Hund auf dem Weg von Person 1 zu Person 2 den gesamten Kreis zu durchqueren hat. Dies gilt fortlaufend für alle Wege von Person zu Person, bis der Hund jede Person einmal aufgesucht hat.

1.b Um den Hund zu locken, hält jede der Fremdpersonen ein Lockmittel, z.B. ein Stück Futter, in der Hand und ruft seinen Namen.
Läuft der Hund nicht zielstrebig auf die rufende Person zu, darf diese durch Bewegungen und Laute auf sich aufmerksam machen.
Hat der Hund diese Person erreicht, wird er zunächst an verschiedenen Körperstellen gestreichelt und geklopft, ehe er seine Belohnung erhält.
Anschließend ruft Person 2 den Hund und wiederholt die vorgenannten Handlungen.Die genannten Abläufe sind beendet, wenn der Hund jede Person einmal
erreicht hat.

1.c Durchführung wie b., aber statt des Futters werden verschiedene vom Hundeführer mitgebrachte oder bereitgehaltene Gegenstände z.B. Spielzeuge
wie Tuch, Ball oder Spielstrick zum Spielen im Wechsel verwendet.

Bewertung

1 Freundliches, unerschrockenes Verhalten; der Hund läuft zielstrebig auf die Personen zu, lässt sich willig berühren, nimmt das angebotene Futter oder Spiel
   ohne Zögern und ohne Anzeichen von Aggression an.
2 Der Hund läuft zunächst zögernd auf die Personen zu, steigert sich aber im Verlauf des Tests und wird zielstrebiger. Er nimmt das angeboteneFutter oder  
   Spiel nach kurzem Zögern ohne Anzeichen von Aggression an und lässt sich berühren.
3 Der Hund zeigt Desinteresse, löst sich schlecht von seinem Hundeführer, muss stark gelockt werden, verweigert bei einigen Personen Futter und Spiel oder
   weicht der Berührung aus.
4 Der Hund ist ängstlich, lässt sich aber durch freundliche Ansprache allmählich motivieren, nimmt das angebotene Futter oder Spiel nur bei einem Teil der
    Personen an oder der Hund ignoriert die Personen, beschäftigt sich z.B. mit Schnüffeln, kann aber allmählich motiviert werden.
5 Der Hund ist übersteigert ängstlich und mit der Situation deutlich überfordert. Er ist nicht ansprechbar, entzieht sich oder zeigt während des Testlaufes
   offensives oder defensives aggressives Verhalten; welches zum Ausschluss führt.

2. Anschließend bleiben die Fremdpersonen in dem weiten Kreis, der Hundeführer bleibt mit dem Hund in der Mitte, der Hund ist nicht angeleint, der 
    Hundeführer beeinflusst den Hund weder durch seine Stimme noch durch Körpersprache. Auf Anordnung des Bewerters wird der Kreis geschlossen, d.h.
    alle Fremdpersonen marschieren in normalem Schritt gegen Hundeführer und Hund. Will der Hund den enger werdenden Kreis verlassen, wird dieser auf
    Anordnung des Bewerters wieder geöffnet, d.h. die Fremdpersonen treten von Hund und Hundeführer zurück und formieren sich wieder im weiten Kreis.
    Bei der zweiten Ausführung wird der Kreis im schnellen Schritt und bei der dritten Ausführung im Laufschritt geschlossen, wobei dem Hund stets
    Gelegenheit geboten werden muss, den Kreis zu verlassen und wieder betreten zu können.

Bewertung
1 Freundliches, unbefangenes und unerschrockenes Verhalten; der Hund bleibt sozial sicher in der Umgebung seines Hundeführers.
2 Der Hund verlässt den Kreis, kehrt aber selbstständig und sozial sicher wieder zu seinem Hundeführer zurück.
3 Der Hund verlässt den Kreis, kehrt aber auf Rufen des Hundeführers wieder zurück oder der Hund wirkt apathisch und zeigt keinerlei Reaktion.
4 Der Hund verlässt den Kreis mit deutlichen Zeichen von Unsicherheit; er benötigt Hilfe des Hundeführers, um den Kreis wieder zu betreten.
5 Der Hund flieht ängstlich aus dem Kreis, ist nicht mehr ansprechbar, kehrt auch nach Aufmunterung nicht wieder in den Kreis zurück. Zeigt der Hund
   offensives oder defensives aggressives Verhalten, führt dies zum Ausschluss.

3. Eine durch den Bewerter zu bestimmende Fremdperson nimmt den Hund nach freundlicher Kontaktaufnahme neben dem Hundefü hrer vom Boden auf
     und trägt ihn vor ihrem Körper 20 Schritte weit vom Hundeführer weg. Der Hundeführer beeinflusst den Hund nicht.

Bewertung
1 Freundliches, unbefangenes und unerschrockenes Verhalten; der Hund bleibt ruhig.
2 Der Hund zappelt zunächst, lässt sich jedoch durch die Fremdperson beruhigen.
3 Der Hund wehrt sich ohne Anzeichen von Aggression, lässt sich durch die Fremdperson nicht beruhigen.
4 Der Hund springt der Fremdperson aus dem Arm, lässt sich aber wieder aufnehmen.
5 Der Hund ist ängstlich, gerät in Panik, muss vorzeitig abgesetzt werden und lässt sich nicht wieder aufnehmen oder der Hund zeigt offensives oder
   defensives aggressives Verhalten z.B. Knurren, Abwehrschnappen, was zum Ausschluss führt.

4. Der Hundeführer steht mit seinem angeleinten Hund entspannt und ruhig, ohne den Hund zu beeinflussen. Die Leine wird locker und lang gehalten,
     jedoch so, dass der Hund jederzeit zu kontrollieren ist. Eine Fremdperson läuft ohne Drohgestik an dem Hundeführer in einem Abstand von ca. 3 m vorbei
     und „stürzt” auf seiner Höhe hin. Der Hund darf die Person beschnuppern und sie berühren. Nach einigen Sekunden, in denen sich die Fremdperson völlig
     ruhig verhalten hat, steht sie unvermittelt auf und rennt schreiend weg. Solange der Hund die Fremdperson nicht gefährdet, verhält sich der Hundeführer
    unbeteiligt und beeinflusst den Hund nicht.

Bewertung
1 Freundliches, unbefangenes und unerschrockenes Verhalten; der Hund zeigt Interesse an der Fremdperson, z.B. durch Beschnuppern der liegenden
    Person und zeigt beim Weglaufen keine Anzeichen von Aggression. Spielverhalten ist erlaubt.
2 Der Hund weicht zunächst aus, interessiert sich aber für die Fremdperson; keine Anzeichen von Aggression.
3 Der Hund beginnt mit der liegenden Fremdperson zu spielen, springt auf sie oder versucht aufzureiten. Der Hund springt der weglaufenden Person
    spielerisch nach oder sie an.
4 Der Hund ist sozial unsicher, will sich der liegenden Person nicht nähern, weicht aus.
5 Der Hund ist ängstlich, gerät in Panik, setzt aber der weglaufenden Person in Aggression nach oder der Hund zeigt Anzeichen von Aggression, z.B. Verbellen
   der Fremdperson mit offensiver oder defensiver aggressiver Mimik, Knurren, Schnappen, aggressives Nachsetzen hinter der weglaufenden Person führt zum
   Ausschluss.

B 2.2 Verhalten bei optischen Umwelteinwirkungen

Hier soll festgestellt werden, wie der angeleinte Hund auf unerwartet auftretende optische Eindrücke reagiert. Dabei ist jegliche Form der Erregung von Aggressivität oder Einschüchterung zu unterlassen. Der zu testende Hund wird mit folgenden Situationen konfrontiert:

a. Schwebendes Tuch wird von zwei Personen gehalten; Hundeführer und Hund gehen darunter hindurch.
b. Tonne, die auf den Hund zurollt.
c. Schirm aufspannen, jedoch nicht gegen den Hundeführer oder den Hund.
d. Humpelnde Person mit weiter, flatternder Kleidung, welche die Körperumrisse der Person verändert (z.B. Mantel und Hut, Regencape).

Bewertung
1 Freundliches, unbefangenes und unerschrockenes Verhalten; der Hund bleibt ruhig.
2 Der Hund weicht zunächst aus, interessiert sich aber für die Gegenstände oder die Person; keine Anzeichen von Aggression.
3 Der Hund ist verunsichert, will sich nicht nähern, weicht aus, verbellt evtl. ohne aggressive Mimik zu zeigen, lässt sich aber vom Hundeführer in die
   Nähe locken.
4 Der Hund erschrickt, springt weg oder reagiert ängstlich und benötigt starke Hilfe des Hundeführers, lässt sich aber motivieren, wieder auf die
   angstauslösenden Gegenstände oder Person zuzugehen.
5 Der Hund reagiert panisch, ist nicht mehr ansprechbar, oder der Hund zeigt aggressives Verhalten, z.B. Knurren, Abwehrschnappen, Verbellen
   mit offensiver oder defensiver aggressiver Mimik, führt zum Ausschluss.

B 2.3 Spielen mit einem Gegenstand

Das Spiel mit einem geeigneten Gegenstand (z.B. Tuch, Ball, Spielstrick) soll zeigen, wie ausgeprägt der Spieltrieb vorhanden ist. Der zu testende Hund wird mit folgender Situation konfrontiert:

Eine Fremdperson animiert den abgeleinten Hund zum Spielen, wobei das Beuteobjekt vom Hund wegbewegt werden soll. Ergreift dieser die Beute, schließt sich ein intensives, ausdauerndes (altersgerechtes) Beutespiel mit Tauziehen, Beute erobern, Verbergen der Beute und anschließend erneutem Tauziehen usw. an.

Bewertung
1 Freundliches, unbefangenes Verhalten; der Hund geht sofort freudig auf das Spiel ein, spielt ausdauernd, lässt sich zu verschiedenen Spielsituationen
   motivieren. Er bricht das Spiel nicht ab und konzentriert sich auf die Fremdperson, ohne sich von Dingen in der Umgebung ablenken zu lassen. Wird das
   Spielzeug durch die Fremdperson verborgen, versucht er durch spielerische Aktionen, an dieses zu gelangen, beim Scharren mit den Pfoten oder beim
   spielerischen Beißen kommt es zu keinen Beschädigungen der Fremdperson.
2 Der Hund geht auf das Spiel ein, lässt sich aber leicht ablenken, unterbricht das Spiel, lässt sich aber durch die Fremdperson wieder
   motivieren. Wird das Spielzeug durch die Fremdperson verborgen, versucht er durch spielerische Aktionen, an dieses zu gelangen. Beim Scharren mit den
   Pfoten oder beim spielerischen Beißen kommt es zu keinen Beschädigungen der Fremdperson.
3 Der Hund zeigt Desinteresse, löst sich schlecht von seinem Hundeführer, muss stark gelockt werden, verweigert das Spiel, weicht aus oder spielt nur kurz
   und wendet sich dann ab, um zu schnuppern, zu markieren, o.ä..
4 Der Hund ignoriert die Spielaufforderung oder reagiert zunächst ängstlich, lässt sich aber durch freundliche Ansprache zu kurzen Spielsequenzen
   motivieren.
5 Der Hund reagiert übersteigert ängstlich, ist nicht ansprechbar, entzieht sich oder der Hund zeigt während des Spiels aggressives Verhalten (wird
   wütend), z.B. Bisse in Hände oder Kleidung der Fremdperson, um das Spielzeug zu erhalten, oder der Hund spielt unkontrollierbar übersteigert, beißt z.B.
   heftig in die Hände der Fremdperson oder verletzt sie mit den Krallen und lässt sich nicht besänftigen. Jegliche Beschädigungen der Fremdperson durch
   den Hund führen zum Ausschluss.

B 2.4 Verhalten bei akustischen Einwirkungen

Im Einsatzfall müssen die Hunde ihre Sucharbeit zuverlässig verrichten, daher ist es sinnvoll, nur Hunde auszubilden, die sich gegenüber akustischen Einwirkungen unbeeindruckt verhalten. Der zu testende Hund wird unter verschiedenen akustischen Einwirkungen getestet, in dem er angeleint an den unterschiedlichen Geräuschquellen vorbeigeführt wird. Der zu testende Hund wird mit folgenden Situationen konfrontiert:

a. Ein Auto bzw. Moped fährt langsam vorbei und hupt.
b. Es wird mit einem Hammer gegen eine Metallplatte oder Metalltonne geschlagen.
c. Laufende Motorsäge, Kompressor, Motorrasenmäher oder Trennschleifer

Die Distanz zwischen dem Hund und den für die Testzwecke verwendeten Geräuschquellen und Gegenständen ist in einem vernünftigen Rahmen zu halten.
Besonders ist darauf zu achten, dass der Hund nicht direkt in die Abgase geführt wird.

Bewertung
1 Freundliches, unbefangenes und unerschrockenes Verhalten; der Hund bleibt ruhig und lässt sich zum Vorbeigehen an den Geräuschquellen und
   Gegenständen motivieren. Auf den Geräuschquellen wirkt er sicher und unbefangen.
2 Der Hund weicht zunächst aus, interessiert sich aber für die Geräuschquellen und Gegenstände, er bleibt für den Hundeführer ansprechbar.
3 Der Hund ist verunsichert, will sich nicht nähern, weicht aus, lässt sich aber vom Hundeführer in die Nähe locken.
4 Der Hund ist ängstlich, lässt sich aber durch Ansprache oder mit Spielzeug/Leckerbissen durch den Hundeführer in Richtung der Geräuschquellen locken.
5 Der Hund ist ängstlich, nicht mehr ansprechbar; er zeigt offensives oder defensives aggressives Verhalten, z.B. Knurren, Abschnappen, Verbellen mit
   aggressiver Mimik, was zum Ausschluss führt.

B 2.5 Verhalten bei Feuer und Rauch

Der Hund darf sich von Feuer, Rauch und der Hitzeausstrahlung des Feuers nicht beeindrucken lassen. Es werden 4 – 6 Blecheimer aufgestellt, in denen Feuer sowie starker Rauch entfacht wird. Dabei müssen Materialien benutzt werden, die außer Rauch keine anderen umwelt- und gesundheitsschädlichen Stoffe absondern oder erzeugen z.B. feuchtes Holz, Papier oder technische Raucherzeuger. Der Hundeführer hat mit seinem angeleinten Hund zwanglos in angemessenem Abstand den angegebenen Weg zu gehen. Dabei muss der Hundeführer mit seinem Hund einmal durch die Rauchwolken gehen.
Die Distanz zwischen dem Hund und den für die Testversuche verwendeten Feuer- und Rauchobjekte sind in einem angemessenen Rahmen
zu halten.

Bewertung
1 Freundliches, unbefangenes und unerschrockenes Verhalten; der Hund bleibt ruhig.
2 Der Hund weicht zunächst aus, er bleibt aber für den Hundeführer ansprechbar.
3 Der Hund ist verunsichert, will sich nicht nähern, weicht aus, lässt sich aber vom Hundeführer in die Nähe locken.
4 Der Hund ist ängstlich, lässt sich aber durch Ansprache oder mit Spielzeug/Leckerbissen durch den Hundeführer in Richtung von Feuer und Rauch locken.
5 Der Hund ist panisch, nicht mehr ansprechbar oder zeigt offensives oder defensives aggressives Verhalten, z.B. Knurren, Abschnappen, Verbellen
   mit aggressiver Mimik, was zum Ausschluss führt.

B 2.6 Verträglichkeit mit anderen Hunden

Beim Transport kann es erforderlich werden, dass mehrere Hunde auf engem Raum zusammenkommen. Ebenso kommt es vor, dass die Rettu
ngshunde im Einsatzgebiet nebeneinander eingesetzt werden. Hier für ist die Verträglichkeit mit anderen Hunden unabdingbare Voraussetzung.
5 –10 Hundeführer stellen sich mit ihren angeleinten Hunden im Kreis im Abstand von ca. 5 m auf. Die Hunde werden ohne Gehorsamskommando an der ca. 1 m langen, lockeren Leine gehalten und können sich um ihre Hundeführer frei bewegen.

a. Der zu testende Hund wird von seinem Hundeführer ohne Gehorsamskommando an einer ca. 1 m langen, am Ende locker gehaltenen Leine im
    Slalom durch die Reihe der Hunde im Abstand von 3 m geführt. Eine Kontaktaufnahme der Hunde ist nicht erwünscht.
b. Der zu testende Hund wird von einer vom Bewerter zu bestimmenden Fremdperson ohne Gehorsamskommando an einer ca. 1 m langen, am Ende
    locker gehaltenen Leine im Slalom durch die Reihe der Hunde im Abstand von 3 m geführt. Eine Kontaktaufnahme der Hunde ist nicht erwünscht.

Bewertung
1 Freundliches, unbefangenes Verhalten; der Hund bleibt gelassen in der Nähe seines Hundeführers.
2 Der Hund interessiert sich stark für die anderen Hunde, zieht an der Leine, zeigt ein „Spielgesicht” oder ignoriert die anderen Hunde mit defensiver Mimik.
3 Der Hund zeigt defensives Imponierverhalten wie „Bürste” stellen, Distanzdrohen mit Fixieren und Lefzen heben, bleibt aber durch den Hundeführer
   beeinflussbar.
4 Der Hund ist ängstlich und meidet die Nähe der anderen Hunde, lässt sich aber durch den Hundeführer zum Weitergehen motivieren.
5 Der Hund ist übersteigert ängstlich, nicht mehr ansprechbar, weicht den anderen Hunden extrem aus, will nicht weitergehen und ändert sein Verhalten auch
   nach Aufmunterung durch den Hundeführer nicht, oder zeigt offensives oder defensives aggressives Verhalten gegenüber Hunden und/oder Menschen,
   welches zum Ausschluss führt.

B 2.7 Gewandtheit

a. Begehen einer 3-4 m langen und ca. 0,3 m breiten Bohle, die ca. 0,5 m unterlegt ist. Die Bohle soll nicht schwingen. Der Hund wird von seinem Hundeführer
    mit der locker am Halsband angelegten Hand oder kurzen Leine ohne Zerren und Ziehen über die Bohle geführt. Als Auf- und Abgang ist ein Brett angelegt.
b. Kriechen durch eine Röhre, mit ca. 0,5 m Durchmesser sowie ca. 4 m Länge. Der Hund wird von einer Person vor der Röhre gehalten und am anderen
    Ende vom Hundeführer durch die Röhre gelockt.
c. Begehen von mindestens zwei Materialien wie Blech, Folien, Gitterrost sowie Geröll. Der abgeleinte Hund begibt sich mit seinem Hundeführer auf das
    ausgelegte Material. Die Anforderungen sollen durch Unterlagen von Steinen und Holzstücken gesteigert werden. Beim Begehen sollen die Materialteile in
    Bewegung geraten und Geräusche erzeugen. Diese Übung kann mehrmals wiederholt werden. Auf die Lernfähigkeit des Hundes ist zu achten und
    entsprechend zu bewerten.

Bewertung
1 Freundliches, unbefangenes und unerschrockenes Verhalten; der Hund bleibt ruhig und lässt sich zum Begehen der Geräte motivieren. Auf den Geräten
   wirkt er sicher und ausbalanciert.
2 Der Hund ist zunächst unsicher, interessiert sich aber für die Geräte, er bleibt für den Hundeführer ansprechbar und lässt sich mit Hilfe über die Geräte
   führen.
3 Der Hund ist verunsichert, steht wackelig auf den Geräten, betritt die Röhre nur sehr zögernd und lässt sich nur schwer beruhigen.
4 Der Hund bewältigt nur einen Teil der Geräte, springt wiederholt ab und lässt sich nur schwer motivieren.
5 Der Hund ist übersteigert ängstlich, nicht mehr ansprechbar, liegt zitternd auf den Geräten. Entzieht sich der Hund oder zeigt offensives oder defensives
   aggressives Verhalten, z.B. Abschnappen oder Knurren gegenüber dem Hundeführer, führt dies zum Ausschluss.

Labbi_Paula
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Beigetreten: 26.10.2012 - 13:54
Hui, das is ja einiges was

Hui, das is ja einiges was euch da abverlangt wird!
Da drück ich euch ganz fest die Daumen!!!!


chocolate Paula hat sich bei Labbi_Paula für diese Antwort bedankt!

Liebe Grüße Anja mit Chaosqueen Paula

__

Ein Hund ist ein <3 auf vier Beinen

chocolate Paula
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Beigetreten: 17.02.2013 - 19:04
Jaa wem sagst du das. BIn

Jaa wem sagst du das. Bin auch schon gespannt auf diese Aufgaben.

Labbi_Paula
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Beigetreten: 26.10.2012 - 13:54
Übt er das vorher alles?

Übt er das vorher alles?

Grad bei Rauch und Feuer wär das ja ganz gut, wenn der Hund das schon kennt ...

Liebe Grüße Anja mit Chaosqueen Paula

__

Ein Hund ist ein <3 auf vier Beinen

chocolate Paula
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Beigetreten: 17.02.2013 - 19:04
Hallo,

Hallo,

das Meiste üben wir.

Feuer und Rauch kennt sie als Welpe an durch Lagerfeuer.

Und Rasenmäher und Rasentraktor kennt sie auch von klein an und Motorsäge stört sie auch nicht.

Aber man weiss nie wie der Hund drauf ist. Ist ja auch stimmungsabhängig.

Wenn sie läufig ist z. Bsp. mag sie überhaupt keine lauten Geräusche.

chocolate Paula
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Beigetreten: 17.02.2013 - 19:04
Schönen guten Tag

Schönen guten Tag Bye

Nachdem wir in der Woche schon nicht zum Berichten kommen, holen wir dies hiermit nach:

Am Mittwoch hatten wir Training in einem Industriegebiet, welches ganz in der Nähe von unserem Trainingslager liegt. Dort haben wir Gehorsam, was wir ja alle so gern machen :e050:, und Anzeigen geübt. Das Kommando "Fuß" klappt schon ganz prima, heißt Paula muss bei Fuß laufen wenn ich laufe und wenn ich einfach stoppe sollte sie schön bei Fuß sitzen. Dabei soll sie nicht zu weit neben mir sitzen und das gerade und auch nicht zu weit vorne bzw. zu weit hinten. Das ist gar nicht so einfach. Mittlerweile üben wir Sitz aus der Bewegung mit Bleib. Wir hatten das alles schon in Hundeschule gelernt, aber hier wird einem das ganz anders vermittelt. Und es macht vielmehr Spass. Es ist nicht so trocken. Die Hunde haben Spass und trotzdem ist eine Ernsthaftigkeit dabei. Deswegen haben wir alles nochmal neu aufgebaut bzw. sind dabei. In Hundeschule war das immer so streng und trocken und die Hunde hatten keinen Spass. Wir sind ganz zufrieden mit der Übung Gehorsam gewesen. Nachdem der erste Durchgang durch war, ging es mit Anzeigetraining weiter. Auch hier haben wir alle eine gute Leistung gezeigt. Schließlich sind wir nach Hause gefahren und nach dem Gute-Nacht-Kuss ging es schlafen. Hunde-smilies- 0015

chocolate Paula
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Beigetreten: 17.02.2013 - 19:04
Und auch heute ist ein

Und auch heute ist ein Trainingstag schon wieder rum. Allerdings hatte Paula heute einen Ruhetag. Denn wir haben heute Sanitäts-Ausbildung gehabt. Thema waren heute Schädelbasisbruch und Fallbeispiele. Natürlich kommen auch praktische Übungen nicht zu kurz. Diese sind immer ganz witzig. Wir üben stabile Seitenlage, Herz-Druck-Massage und verschiedene Verbände anlegen. Alles was uns im täglichen Leben begegnen kann eben. Auch die Geräte, welche im Einsatz eingesetzt werden, lernen wir kennen und üben damit (z. Bsp. Defibrillator etc.). Ist schon eine lernreiche und abwechslungreiche Aufgabe Theorie und Praxis kennenzulernen, Und ansonsten steht ja nächste Woche die Rettungshundeprüfung an, wo wir heute nochmal Organisatorisches besprochen haben.
Und für die nächsten Wochen stehen auch einige Termine an Vorführen etc. an.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende Lolo

chocolate Paula
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Beigetreten: 17.02.2013 - 19:04
Schönen guten Abend,

Schönen guten Abend,

beim gestrigen Training standen Gerätetraining und Anzeigen auf dem Plan. Und wir haben Organisatorisches besprochen da am WE die Prüfung der Rettungshunde ansteht. Ein geprüfter Hund muss alle 2 Jahre erneut geprüft werden. Am WE sind wir  die Ausrichter und die RHS kommen alle zu uns. Wir sind schon sehr gespannt wie das alles so abläuft und wer die Prüfung besteht. Aus unserer Staffel sind 2 als Prüfling dabei. Ihnen drücken wir besonders die Daumen. Außerdem wurde die Personaleinteilung besprochen , da jeder seine Aufgabe hat.

Alles in allem verlief das Training sehr harmonisch.

Und noch etwas gibt es Neues zu berichten, allerdings ist es nicht das Schönste. Seit gestern übe ich mit Paula Maulkorb tragen. Muss leider sein, weil die Hunde beim Tragetest ganz kurz einen tragen müssen. Ist nur zum Anheben und paar m laufen. Dies baue ich jetzt ganz langsam mit Paula auf. Für Paula ist das neu und sie wird sich langsam dran gewöhnen. Aber klappt  für die 2 Tage schon ganz gut. Mit dem Kommando "Anziehen"  macht sie ihre Nase kurz in den Maulkorb und bekommt dafür einen Klick und Leckerli. Bin ganz zufrieden und Paula zeigt keine Ängste.

Schönen Abend noch allen Hunde-smilies- 0031

ich und mein Poul
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Beigetreten: 10.11.2011 - 20:46
Ich maaag deinen Thread hier

Ich maaag deinen Thread hier total gerne Lol 2 !! 

Erstmal -  das mit dem Maulkorb hat sie sicher schnell akzeptiert mittlerweile oder?

Wir haben das auch mit "anziehen" gemacht und ich hab ihn mittlerweile schon oft über Stunden im Zug gebraucht oder in den Stadtbussen -  da gewöhnen sie sich sehr schnell dran!
Ich finds nur total witzig wenn ich dann aus zug oder bus aussteige -  muss das ding gaaaaaanz schnell runter :D 
Vorher kann er damit schlafen und is ihm alles egal aber irgwie weiß er ganz genau dass das Teil dann auch wieder runter "darf" I-m so happy  

und schon wieder verquatscht Biggrin

Zu deinen tollen Bildern -   

Sehr sehr schöne Fotos, danke fürs zeigen Lol 2   freu mich auf weitere Fotos und Berichte von euch ;')


chocolate Paula hat sich bei ich und mein Poul für diese Antwort bedankt!

LG von Michi & Pouli

Besucht uns auf: www.dummyflash.com Wink

chocolate Paula
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Beigetreten: 17.02.2013 - 19:04
Hallöchen,

Hallöchen,

schön dass dir unser "Berichtsheft" gefällt und das Blondchen sich Fotos anschauen kann. Außderdem freue ich mich auch mal Feedback zu bekommen @ Michi  Mosking

Also Maulkorbtragen klappt soweit ganz gut. Es ist erstaunlich, wie schnell sich unsere Süßen an Sachen gewöhnen können.

Unsere Baustelle ist noch das Hochheben. Bei fremden Personen zappelt Madame und will runter. Aber ich glaub kein Hunde lässt sich gerne tragen. Das Gute ist, dass sie bei mir mittlerweile soweit ist, dass ich sie problemlos hochnehmen kann und sie ruhig bleibt und sogar mit dem Schwanz wackelt. Das üben wir auch jeden Tag.

Jetzt haben wir vor dem Eignungstest noch einmal Training und dann ist es soweit: Nächste Woche um diese Zeit steht fest, ob wir ihn bestanden haben. Aber wie sagen meine Kameraden so schön: "Paula schafft das schon und Paula kann die Übungen".  I-m so happy

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