Wie krank ist das denn?!

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Nero2010
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Beigetreten: 13.01.2011 - 16:48
Antwort: Wie krank ist das denn?!

Ich wohne ja in der Stadt (habe aber nur 5 min mit Auto zu den Feldern), da gibts mehr hundefeindliche Leute wie am Lande denke ich mal.

Bei uns im Park werden öfter mal Köder gefunden wie Wurst mit Nägeln oder vergiftete Wurst.

Letztens war ich mit Nero unterwegs, ganz brav gewesen und dann kam uns ein im richtiger Assi (hat man gerochen (Fahne und Bääh) und gesehen) auf einem kaputten Rad entgegen und schreit mir zu "Scheiss Köter da".

Ich war so perplex, konnte gar nichts drauf sagen, furchtbar.

Sandra & Nero;
Er ist dein Freund, Dein Partner, Dein Beschützer, Dein Hund.
Du bist sein Leben, seine Liebe, sein Rudelchef. Er wird bei Dir bleiben,
treu und ergeben, bis zu letzten Schlag seines Herzens.

Nora
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Beigetreten: 11.06.2010 - 10:16
Antwort: Wie krank ist das denn?!

Ich habe an den Tierschutzbund geschrieben und heute folgende Antwort erhalten. Wen's interessiert...

Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre E-Mail vom 04.09.2011.

Sie haben uns auf die Seite www.gegenhund.info, öffnet sich derzeit als www.gegenhund.org, aufmerksam gemacht. Uns ist diese Seite seit längerem bekannt. Leider ist, so das Ergebnis der Prüfung durch unsere Rechtsabteilung, die Handhabe gegen solche Publikationen begrenzt, da in der Regel - häufig wechselnde - Anbieter aus dem Ausland als Verantwortliche eingetragen sind.

Es tauchen immer wieder Internetseiten auf, wie die verschiedenen „gegenhund“-Seiten, auf denen Stimmung gegen die Haltung von Tieren gemacht oder ein bestimmtes tierquälerisches Verhalten propagiert wird. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine besonders problematische - und auch Sicht des Tierschutzes zweifellos abzulehnende - Form der Satire, bei der vor allem Provokation und Empörung eingesetzt werden. Offenbar ist es im Interesse solcher Betreiber von Blogs oder Foren, wenn sich eine möglichst große Anzahl von Personen über die Inhalte aufregt, weshalb ihre Aussagen sich beinahe nur in Beleidigung und Beschimpfungen ergehen. Diese Seiten sollte man unbedingt ignorieren, und sie keinesfalls mit anderen Foren verlinken, da ihnen sonst noch mehr Publizität verschafft wird.

Wie im Fall solcher Links vorgegangen werden kann, hängt, Informationen unserer Rechtsabteilung zufolge, von der Art des Inhaltes ab:

Anzeige kann erstattet werden, wenn jemand persönlich durch ehrverletzende Äußerungen beleidigt (§ 185 StGB) ) wird, über Nötigung (§ 240 StGB), wenn eine Person durch Gewaltandrohung gegen ein Haustier zu einem bestimmten Verhalten genötigt wird oder über Verleumdung (unwahre Tatsachenbehauptung). Dies erfordert aber immer einen Bezug auf ein bestimmtes Opfer. Die pauschale Androhung ein Tier zu töten oder der Aufruf dazu ist noch nicht strafrechtlich relevant.

Zwar ist sowohl die Bedrohung mit einer Straftat (§ 241 StGB) als auch die versuchte Anstiftung zu einer Straftat (§ 30 I StGB) selbst strafbar, dies gilt aber nur in Verbindung mit einem Verbrechen, d.h. gem. § 12 I StGB einer Straftat, die mit eine Mindesthaftstrafe von einem Jahr oder mehr zu bestrafen ist. Weder die vorsätzliche Tiertötung, § 17 Nr.1 TierSchG, noch die Sachbeschädigung (am Tier), § 303 StGB fallen aber darunter – sie sind bloße Vergehen. Deshalb wird in den meisten Fällen eine Anzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft wenig nützen.

Auch eine Zivilklage wird wegen des Schutzes der freien Meinungsäußerung ebenfalls nur in seltenen Fällen zum Erfolg führen, denn "Geschmacklosigkeit" als solches ist nicht verboten. Verhindert werden kann (Aufforderung zur Unterlassung + Androhung von Schadenersatz) jeglicher persönlich ehrverletzende Angriff. Dazu gehört die Namensnennung oder Verwendung von persönlichen Fotos in persönlichkeitsverletzender Weise oder die bewusste Rufschädigung (§ 824 BGB). Auch dieser Weg erscheint uns hier nicht Erfolg versprechend.

Nicht zuletzt können Tierfreunde, die solche Seiten entdecken, bei der Internet-Beschwerdestelle der "Initiative Deutschland sicher im Netz" Beschwerde einreichen, die dazu führen kann, dass die Inhalte beseitigt werden (http://www.internet-beschwerdestelle.de). Ebenso kann eine Beschwerde bei der FSM-Beschwerdestelle der Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimedia-Diensteanbieter e.V. eingereicht werden, die vor allem nach jugendgefährdendem Material sucht (http://www.fsm.de/de/Beschwerdestelle)  und gegebenenmls auch beim Deutschen Presserat, wenn eine Internetseite journalistisch-redaktionelle Inhalte enthält (http://www.presserat.info/beschwerde.0.html). Auch diese Stellen können aber in der Regel nur tätig werden, wenn der Betreiber seinen Sitz in Deutschland hat. Ist der Server, wie oft, in den USA oder Asien, sind die Meinungsäußerungen meist nicht angreifbar.

Im Fall der "gegenhund"-Seiten war etwa bereits die ".de"-Domain, ausgehend von einem deutschen Internetbetreiber, gesperrt worden. Derzeit ist die Seite nun allerdings von einem ausländischen Server aus in Betrieb. Wir bleiben hier weiter am Ball, um wenn sich Möglichkeiten dazu bieten, diese Veröffentlichungen zu unterbinden.

Grundsätzlich gilt: Für diese Seiten sollte jedwede Werbung unterbleiben! Wer empörende Seiten im Internet findet, sollte keinesfalls Freunde und Bekannte informieren, damit diese sich diese Seiten ebenfalls anschauen. Diejenigen, die sich einen "Spaß" daraus machen, andere durch grausame Internetpräsentationen zu schockieren, freuen sich nur, wenn ihre Seiten möglichst oft angeklickt werden!

Indem wir Ihnen für Ihr tierschützerisches Engagement herzlich danken, verbleiben wir

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Fachkoordination


„Haben Tiere eine Seele und Gefühle“ kann nur fragen, wer über keines der beiden verfügt.
(Eugen Drewermann)

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Antwort: Wie krank ist das denn?!

@ Nora

Finde ich klasse,dass du dahin geschrieben hast ,leider wird darin ja nur bestätigt was ich auch bereits angesprochen habe

Ohne Tat kein Täter !!!

und je mehr von uns diese Seiten anschauen umsomehr Freude haben diese kranken Hirne !

Nochmal dickes Lob an dich !

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