Wie verhält man sich am besten?

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ella2011
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Beigetreten: 13.08.2011 - 09:51

Hallo liebe Community,

ich habe eine Frage: Unsere Ella ist ein absoluter Vorzeigehund, sie ist ganz lieb und soft und agil und fit und lernbegierig und hat in den drei Tagen, in denen sie nun hier ist schon eine Menge gelernt. Ganz toll.

Wie bereits bei der Vorstellung erwähnt ist die kleine schon 19 Wochen alt, trotzdem total auf mich fixiert, es sei denn andere Hunde sind in der Nähe. Nun zu meiner Frage: Bei der Züchterin lebte die Kleine mit zwei Geschwistern und ihren beiden Eltern durchgehend zusammen. Ich dachte daher, es gibt keine Probleme mit anderen Hunden.

Jetzt waren wir grad ganz lange unterwegs und ich war so derart stolz, weil sie zum ersten Mal apportiert hat und ganz toll bei mir geblieben ist trotz Schleppleine und viel Platz und Ablenkung usw. DOCH DANN haben wir auf dem Rückweg einen Welpen von weitem gesehen. Ich habe angehalten und aus etwa 50 Metern Entfernung gefragt ob es okay wäre. Ella hat derweil angezeigt, nicht genknurrt, nicht gebellt, nur aufmerksam beobachtet.

Das andere Herrchen bejahte schnell und fröhlich und wir gingen hin. Etwa 10 Metern vor dem Welpen (der ganz still da saß) fing Ella völlig an durchzudrehen. Der Schwanz stellte sich auf, sie knurrte, erwürgte sich fast an der Leine und bellte wie verrückt. Ich hab sie kurz genommen und bin weitergegangen (und hab ganz ruhig auf sie eingeredet). Dann hab ich den Mann begrüßt und seinen Welpen, welcher sich gleich ein paar Meter weggesetzt hat. Der Mann hat auch Ella begrüßt und sie war lieb wie immer. Doch sobald der Welpe sich bewegt hat ist sie losgegangen wie verrückt.

Gut ich dachte Welpe und Junghund, vllt. liegt es daran. Wir sind dann jedenfalls weiter, weil sie ella gar nicht beruhigen konnte, sie hatte sich reingesteigert (falls das möglich ist ?!?)

Jedenfalls übe ich an den Kreuzungen immer STOPund erwarte ohne Kommando, dass sie sich setzt und mich ansieht, was echt SUPER klappt. Wenn da nicht ein anderer Hund vorbeikommt. So geschehen, ein kleiner Spitz. Er kläffte und wieder ging Ella sofort stramm. Ich war unsicher weil vor 5 Minuten vorher das mit dem welpen war und die Halterin von dem Spitz war auch unsicher, trotzdem probierten wir es, doch es klappte nicht. Der Spitz bekam Angst und Ella drehte völlig durch. Das habe ich bei ihr noch nicht gesehen. Sie hat in den ersten drei Tagen, seitdem sie bei mir ist, vielleicht 5 mal gebellt - insgesamt. eher weniger. naja. und wir haben schon ein Frettchen getroffen, da hat sie vor Angst am ganzen körper geschlottert.

Was sollten diese beiden Vorfälle heute bedeuten? hab ich mich falsch verhalten? hat sie meine Unsicherheit beim zweiten Mal gespürt und war deswegen so? Oder ist sie einfach nur jung und unerfahren (obwohl sie mit ihren egschwistern und eltern aufwuchs?) Vielleicht auch nur ne Momenterscheinung?

Ich würde mich sehr freuen über weisen Rat.

PS: Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass sie sie wirklich keine Anzeichen auf ein Spiel zeigte als sie bei den beiden Hunden durchdrehte, sondern aggressiv war, die Rute nach oben stellte und wirklich bellte und knurrte, Zähnefletschen glaub ich aber nicht.

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geht ihr in eine hundeschule in der sie kontakt zu anderen hunden/rassen hat?

lg

ella2011
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Beigetreten: 13.08.2011 - 09:51
Antwort: Wie verhält man sich am besten?

Hallo Zoe,

nein, wir gehen noch nicht in die Hundeschule, ich hab sie ja erst drei Tage und sie verhält sich bisher absolut super, wenn wir andere hunde treffen, dann schaut sie und beobachtet, manchmal bellt sie auch.

doch heute dachte ich, gehen wir mal hin, hab mich mit dem HH von weitem kontaktiert und als er einverstanden war, bin ich hin, doch dann ging es los. vielleicht ist es tagesform, vielleicht spürte sie meine unsicherheit / angst - keine ahnung. wenn es in zukunft auch weiterhin so ist, dann geh ich zeitnah, wenn nicht lass ich uns nochh ein, zwei monate zeit um uns kennenzulernen und so und dann geht es ab in die hundeschule.

muss ja möglich sein. smiley ansonsten ist sioe ganz toll und friedlich - vor allem immer dann wenn ich positiv auf mir bekannte menschen zu gehe - deswegen vermute ich ja es lag an mir.

ich frag mich nur, soll ich an jedem hund direkt vorbei gehen oder lieber nen bogen machen oider so tun als wäre nix oder...

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Antwort: Wie verhält man sich am besten?

Austestensmiley
Evtl ist ihr mehr abstand und somit einen bigen
Laufen erstmal liebersmiley

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Antwort: Wie verhält man sich am besten?

Nur eine kurze Frage: was heißt denn bei dir: "ganz lange unterwegs"?

Bedenke, dass deine Lütte noch nicht so belastbar ist wie ein erwachsener Hund ist. Vllt war sie auch einfach etwas maulig, weil es ihr zu viel wurde?

ella2011
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Beigetreten: 13.08.2011 - 09:51
Antwort: Wie verhält man sich am besten?

Hallo Janny,

ich bin schon ab und an 1 - 1,5 Stunden mit ihr draußen, auch wenn ich weiß, dass es pro Lebensmonat wohl so 5 Minuten sein sollten. Aber wir hetzen da nicht rum, sondern gehen 15 Minuten zum Fluss zum Beispiel, Lümmeln, Sitzen und Kuscheln ein bisschen rum und gehen dann wieder zurück.

Aber ich hab auch schon überlegt ob sie wohl einfach zu kaputt war. Heute haben wir sehr viele Hunde getroffen, Angst hab ich immer bei nicht angeleinten, und eine sehr nette Dame hat sich etwas Zeit genommen, mir ist nun klar, dass meine kleine Ella einfach Angst hat, mit viel Ruhe des anderen Hundes hat sie sich ganz langsam an die Situation gewöhnt und sich wenigstens bis auf 20 cm angenähert, auch wenn es ihr nicht geheuer war, ich glaube mit viel geduld und training wird das schon.

Aber was wird wohl passieren wenn ein freilaufender Hund angerannt kommt, hab Angst davor, Angst um sie, auch wenn ich weiß das sie es lernen muss.

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Antwort: Wie verhält man sich am besten?

Ich hab bei Mira die Erfahrung gemacht ,dass die Sache mit den 5 min pro Lebensmonaten wohl richtig ist .

Manchmal kann man ja nicht so genau einschätzen wielange man unterwegs sein wird und dann wirds auch mal etwas länger .

Hatte ich zb mit 8 Monaten 40 minuten eine liebe Hündin an meiner Seite ,konnte es passieren, dass sie wenns länger wurde ,mich massregeln wollte wenn uns zb ein anderer Hund begegnete und ich sie dann mal nicht hinliess.

Sie sprang dann hoch ,biss in die Leine ,ect. War ein ganzes Stück Arbeit sie zum vernünftigen weitergehen zu bewegen .

Heute ist das Thema erledigt und ich führ es darauf zurück dass es einfach zu lange für sie war ,das Mädel war dann total überdreht.

Corinna 64
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Beigetreten: 17.04.2011 - 11:44
Antwort: Wie verhält man sich am besten?

Also: 1,5 Stunden ist doch schon recht lang für einen Welpen. Es kommt hierbei nicht ausschließlich auf die bewältigten Kilometer an. Du sagtest ja, dass ihr euch hinsetzt, schmust usw. Doch die gesamten Eindrücke die der Hund verarbeiten muss, kann ihn auch überfordern. Geräusche, andere Hunde, fremde Menschen, das schlaucht...! Bitte erwarte von deinem "Krümel" nicht so viel, er kennt dich doch noch gar nicht. Er weiß noch nicht, ob er sich tatsächlich auf dich verlassen kann, kennt dich noch nicht in deiner Führungsposition. Jetzt musst du dich bewähren, ihr zeigen, dass DU alles im Griff hast. Es ist immer ein schöner Erfolg, wenn man sich von anderen Hunden erst trennt, sobald sich der Eigene beruhigt hat, so bleibt die Begegnung nicht negativ in Erinnerung. Da sich deine kleine Maus jedoch einfach nicht mehr sammeln konnte, war es in diesem Fall die Richtige Entscheidung zu gehen. Gehe ganz unvoreingenommen auch zukünftig an (lieben) Hunden vorbei und rede nicht auf den Hund ein. Es gibt schlichtweg nichts zu reden. Verhält sie sich dann neutral, kläfft nicht, ist ein Loben durchaus angebracht! Ich würde die Hundekontakte nicht forcieren. Sie wird in den nächsten Wochen stabiler werden, die neue Umgebung besser einordnen können und dann auch offener auf andere Hunde zugehen, da bin ich mir sicher. Vielleicht lenkst du sie zwischenzeitlich mit Leckerchen ab, so dass sie sich nicht in etwas hineinsteigert, sobald ein anderer Vierbeiner kommt. Bleibe ruhig und gelassen, dass ist für sie nun ab jetzt das pralle Leben und sie wird es in kurzer Zeit zu schätzen wissen.

Viel Erfolg!

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Antwort: Wie verhält man sich am besten?

Hallo, ich habe gerade gelesen, das Du, wenn sie sich weiterhin so verhält, sofort, wenn nicht, erst in zwei Monaten in die Hundeschule gehen willst.

Ich für meinen Teil bin mit beiden sofort in die Hundeschule. Hat beiden nicht geschadet, die freuen sich wie verrückt, wenn wir da hinfahren. Haben regelrechte Freundschaften mit anderen Hunden dort geschlossen. Ist quasi schon unser zweites Zuhause *grins*

Ich meine, man gibt ja seinen Hund nicht ab in der Hundeschule, sondern trainiert die Hunde selber, damit baut man doch am Besten die Bindung zum Hund auf. Von Vorteil wäre es ja, wenn jemand Erfahrenes (Hundetrainer) bei der Spiel-/Sozialisierungsphase deinen Hund gleich mit beobachten würde, und dir dann auch Tipps geben kann, warum sie so reagiert, und/oder was du machen kannst.

Aber vielleicht legt sich das ja auch von ganz alleine.

ella2011
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Beigetreten: 13.08.2011 - 09:51
Antwort: Wie verhält man sich am besten?

Ohhh, ich bin ganzu begeistert von diesem Forum und möchte mich herzlich für die vielen guten ANtworten bedanken, in denen sicher sehr viel Wahrheit steckt.

Versteht mich nicht falsch, ich geb ihr ganz viel Zeit und Geduld, man hat als etwas unerfahrener Hundebesitzer einfach nur Angst nicht alles richtig zu machen und das Tier nicht artgerecht zu halten bzw. optimal auszulasten.

Aber ich hab heute schon gemerkt, dass die Kleine mehr Ruhe braucht und freu mich darüber, dass sie so schön entspannt.

Meint ihr eigentlich 5 minuten pro lebensmonat pro spaziergang oder pro tag?

Vielen Dank noch mal, es ist eine wahre Freude.

EDIT: Ella ist 19 Wochen alt und erst drei Tage bei mir - von daher klappt alles schon super-dooper, noch etwas vertrauen aufbauen und uns richtig kennenlernen und dann gehen wir sicher auch in die Hundeschule.

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Antwort: Wie verhält man sich am besten?

Es sind 5 Minuten pro Lebensmonat am Tag. Aber du musst indivuduell bei deinem Hund entscheiden. Bei Anny hat es ausgereicht, wenn es aber mal etwas länger ( 5- 10 min) war es für die aber auch kein Problem.

Ich würde ihr, an deiner Stelle, eine Woche geben zur Eingewöhnung und dann in die Hundeschule zu gehen.  

Und noch zur Ergänzung: du wirst auch nicht alles richig machen. Aber das ist auch okay. Fehler sind da, um daraus zu lernen. Du musst nur locker genug an das Abenteuer "Labrador" herangehensmiley